
Seit Jahren werden ETF von Anlegern und vermeintlichen Experten in den Himmel gelobt und als Allheilmittel angesehen. In früheren Beiträgen hatten wir schon darauf hingewiesen, warum das nicht so ist.
Das Problem mit der MSCI-World-Konzentration
Die Aktienmärkte in Europa steigen seit Jahresbeginn stark an. Viele Anleger, die in einen ETF auf den MSCI World investiert haben, profitieren jedoch nicht davon. Der Grund: Der MSCI World wird zu rund 73% von US-Aktien dominiert. Die zehn größten Positionen sind allesamt US-Firmen.
Nun zeigt sich der Nachteil dieser Konstruktion. Der Börsenaufschwung in den USA ist gestoppt. Während der MSCI World seit Jahresbeginn rund fünf Prozent verloren hat, stieg der MSCI Europe um fast neun Prozent.
Die drei Optionen für Anleger
Erstens: Einen Europa-ETF wie den iShares Core MSCI Europe hinzunehmen (ca. 20% Gewichtung). Zweitens: Zusätzlich in den MSCI World ex USA investieren (ca. 40%), der keine US-Aktien enthält. Drittens: Abwarten, denn niemand weiß, wie lange der Vorsprung europäischer Aktien anhält. Historisch hat sich der MSCI World langfristig sehr gut entwickelt.
Fazit
Ein ETF auf den MSCI World ist kein perfektes Allwetter-Instrument. Regionale Klumpenrisiken können kurzfristig zu einer schlechten relativen Performance führen. Wenn es um die Auswahl der richtigen Strategie geht, helfen wir gerne bei der Allokation. Dafür einfach einen Termin zur kostenfreien Erstberatung buchen.
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