
Wer seine Finanzen planen will, muss wissen, was 2026 an Änderungen ansteht. Dieser Überblick fasst die wichtigsten Punkte zusammen.
Steuern und Freibeträge
Der Grundfreibetrag steigt inflationsbedingt auf 12.348 Euro (plus ~2,1%). Je nach Einkommen bedeutet das eine Entlastung von ca. 10 bis 25 Euro pro Monat. Der Kinderfreibetrag steigt auf 9.756 Euro, das Kindergeld um 4 Euro auf 259 Euro monatlich. Die Pendlerpauschale gilt ab dem ersten Kilometer mit 38 Cent. Die Ehrenamtspauschale steigt auf 960 Euro, die Übungsleiterpauschale auf 3.300 Euro.
Rente und Krankenkasse
Die Rente könnte im Juli um rund 3,73 Prozent steigen. Die durchschnittliche Zusatzbeitragshöhe soll von 2,5 auf 2,9 Prozent steigen. Bei 2.000 Euro Brutto bedeutet das ca. 4 Euro mehr pro Monat, bei 5.000 Euro ca. 10 Euro.
Arbeit und Mindestlohn
Der Mindestlohn wächst deutlich auf 13,90 Euro. Die Verdienstgrenze für Minijobs steigt auf 603 Euro. Ab Juni 2026 gilt die EU-Transparenzrichtlinie: Unternehmen müssen Gehaltsspannen im Bewerbungsprozess offenlegen.
Energie und Mobilität
Netzentgelte werden staatlich subventioniert, was Stromkosten um schätzungsweise 4 Prozent senken könnte. Der CO2-Preis wird flexibler (55–65 Euro). Das Deutschlandticket-Preis steigt auf 63 Euro monatlich. Elektroautos bleiben steuerfrei bis Ende 2030 mit einem Kaufbonus von mindestens 3.000 Euro.
Finanzmmarkt
Das Payment-for-Order-Flow-Modell wird ab dem 30. Juni 2026 verboten. Für Neobroker wie Trade Republic könnte das Geschäftsmodell unter Druck geraten.
Fazit
2026 bringt gemischte Effekte: Steuerliche Entlastungen treffen auf steigende Sozialabgaben und Energiepreise. Wer aktiv vergleicht und kleine Stellschrauben anpackt, kann mehr aus seinen Finanzen herausholen.
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