
Die Europäische Zentralbank befindet sich auf einer Gratwanderung. Sie muss einen allmählichen Ausstieg aus dem derzeitigen geldpolitischen Krisenmodus finden, der seit Jahren vorherrscht.
Die zwei großen Risiken der EZB
Einerseits das Risiko einer zu harschen Zinskorrektur, andererseits das Risiko, mit einer steten Fortsetzung des billigen Geldes immer stärkere Turbulenzen an den Finanzmärkten in Kauf zu nehmen.
Die aktuelle Zinslage
Die Zinsen für Anleihen und Kredite mit kurzen Laufzeiten verharren auf historischen Tiefsständen, während die langfristigen Zinsen zuletzt wieder gestiegen sind – in Erwartung eines allmählichen Ausstiegs der EZB aus dem Aufkaufprogramm.
Das ewige Festhalten birgt ebenfalls Risiken
Eine fortgesetzte Expansionspolitik erhöht die Gefahr von Preisblasen bei Anleihen, Aktien oder Immobilien. Zudem gibt es weniger Anreize für das Sparen und die notwendige Alterssicherung.
Höchste Zeit für die Gratwanderung
Die Gesamteuropäische Wirtschaft wächst seit vier Jahren um fast 2 Prozent jährlich. Weder negative Einlagezinsen noch milliardenschwere Anleiheankäufe passen in dieses Umfeld. Je länger mit den nötigen Korrekturen gewartet wird, desto größer werden die Risiken für eine Finanzstabilität.
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