
ETF – die ultimative Form zum Vermögensaufbau? Immer wieder hören wir, dass ETF (Exchange Traded Funds) so toll sind, viel günstiger, flexibler und besser als gemanagte Fonds sind. Aber ist das wirklich so?
Wie ist der ETF konstruiert?
Grundlegend gibt es zwei Arten: physische ETF kaufen die tatsächlichen Aktien des Index. Synthetische ETF bilden den Index nicht direkt ab, sondern über sogenannte Swaps – das heißt, sie investieren oft in ganz andere Wertpapiere als der nachgebildete Index.
Das Problem mit synthetischen ETF
Wer also einen DAX-ETF kauft, glaubt in deutsche Unternehmen zu investieren – investiert aber eventuell nur indirekt. Im Crashszenario ist die Frage entscheidend: Besitze ich echte Werte, oder nur Derivate? Synthetische ETF haben im Crash Contagion-Risiken, die der Anleger oft nicht sieht.
Kosten allein entscheiden nicht
Ja, ETF sind günstiger als aktiv gemanagte Fonds. Aber der günstigste ETF ist wenig wert, wenn er im Crash 40% verliert und der Anleger verkauft. Ein gut gemanagter Fonds kann gegensteuern, umschichten und Verluste begrenzen.
Fazit
ETF können ein sinnvoller Baustein im Portfolio sein, sind aber keine Allheilmittel. Eine breite Streuung in unterschiedliche Anlageklassen, Branchen, Regionen und Technologien bleibt die wichtigste Grundregel. Gerne beraten wir Sie zu einer für Sie passenden Strategie.
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