
Durch den historischen Ausbruch von Gold scheint sich ein neuer Bullenmarkt für das glänzende Metall zu bilden. Der Goldpreis hat erstmals die 3.100 USD pro Unze überschritten.
Was treibt den Goldpreis?
Anleger richten ihren Blick auf die Risiken für das Wirtschaftswachstum in den USA und die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit. Trumps Zölle, die angespannte geopolitische Lage sowie wachsende wirtschaftliche Ungleichgewichte bringen Anleger dazu, nach Diversifizierung und sicheren Werten Ausschau zu halten. Die Nachfrage von Zentralbanken, die ihre Goldreserven aufstocken, setzt sich fort: über 1.000 Tonnen pro Jahr in den letzten drei Jahren.
Warum Goldminenaktien besonders interessant sind
Goldminenaktien haben historisch eine 2- bis 5-fache Hebelwirkung bei steigenden Goldpreisen in einem Bullenmarkt. Das KGV von Goldminen ist seit den Höchstständen 2020 um 46% gefallen, während Technologieaktien mit dem 18,9-fachen bewertet werden. Bei durchschnittlichen Gesamtkosten von etwa 1.380 USD pro Unze haben die Bergbauunternehmen eine beachtliche Gewinnspanne.
Die Abkopplung von traditionellen Treibern
Seit drei Jahren hat sich die inverse Korrelation des Goldpreises zu den inflation-adjustierten US-Zinsen aufgelöst. Der Goldpreis wird heute nicht mehr primär durch US-Zinsen oder den Dollar getrieben – neue Käufergruppen wie Zentralbanken aus China, Polen und der Türkei sowie wachsendes institutionelles Interesse prägen den Markt.
Andere Edelmetalle: Silber und Kupfer
Silber hat seit 2021 ein strukturelles Defizit, das bis 2025 geschätzt 149 Millionen Unzen betragen wird. Über 50% der Silbernachfrage kommt inzwischen aus industriellen Anwendungen – besonders Solarenergie und Elektronik. Kupferminen profitieren von steigenden Kupferpreisen und kontrollierbaren Kosten.
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